Oh Leute, es ist so viel passiert und ich komme erst jetzt wieder zum Schreiben.
Ich bin mittlerweile schon fast 6 Wochen in Neuseeland – kaum zu glauben. So, wir haben aber so einiges nachzuholen!
Nachdem wir die Suche nach einem Dosenöffner aufgegeben haben, suchten wir uns einen netten Stellplatz für die Nacht. Nun gibt es da ja diverse Apps für das Handy, die einem Stellplätze und jede Menge anderen Kram anzeigen können. Die Bekannteste ist wohl „CamperMate“. An sich sind die Inhalte sehr cool – vor allem kann man nicht nur nach Stellplätzen suchen, sondern auch nach Tankstellen, Entsorgungsstationen, Trinkwasserstellen und vieles mehr – so zusagen ein erweitertes Google Maps nur ohne Routenplaner. Einen Haken hat Campermate dann aber doch: Viele Plätze – besonders die schönen – sind meistens völlig überfüllt. Aus diesem Grund nutzen wir noch eine andere App, deren Name mir gerade nicht einfällt. Da wir schon ziemlich lang unterwegs sind heute, wählen wir einfach den nächstbesten auf der Karte, ohne uns große Gedanken zu machen.
Doch, dass wir dabei direkt einen ganz „dicken Fisch“ an der Angel hatten, konnten wir bis dahin noch nicht ahnen. Als wir eine gefühlte Ewigkeit durch die Pampa gefahren sind, wurde uns langsam bewusst, dass wir nicht gerade mitten in einer Großstadt landen würden. Wir staunten nicht schlecht, als wir an dem Spot ankamen: Die letzten Meter führen über eine Schotterstraße, die auf einem Tennisplatz-großen, sandigen Platz endet. Links, keine 20 Meter entfernt stehen Kühe, die sich am saftigen Gras eines Steilhangs bedienen. Rechts bahnt sich ein kleiner Fluss den Weg ins Landesinnere und dahinter große Felsen. Vor uns liegt das Meer – Wasser so weit das Auge reicht. Nur ein abgestorbener Baum, der wie eine Brücke im Wasser liegt, erhebt Anspruch auf Aufmerksamkeit. Wir parken Mr Mato direkt am Strand, schnappen uns die Kamera und gehen auf Entdeckungstour. Bevor wir dem Strand folgen können, müssen wir noch einen Weg über den Fluss, der seinen Ursprung im Ozean nimmt, finden. Leichter gesagt als getan. „Trocken kommen wir da nicht rüber.“ Aber wer sagt eigentlich, dass wir trocken ankommen müssen?


Schuhe aus und das erste Salzwasser genießen! Auf der anderen Seite angekommen, staune ich nicht schlecht, als ich auf einmal eine Drohne am Himmel sehe – eine Inspire 1 von DJI. Okey – zugegeben – damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Ein paar Schritte weiter, rückt dann schließlich der Pilot, der gerade an seinem roten Dodge Ram herumwerkelt, in unser Blickfeld. Hmm, das erinnert mich ja irgendwie an eine ganz bestimmte Person 😉

Wir schlendern ein wenig den Strand entlang und genießen einen wundervollen Sonnenuntergang! Die Kombination aus Meer und den beeindruckenden Steilküsten ist gigantisch! Über eine Stunde verbringen wir mit fotografieren und genießen. Leider hat mein Laptop die ungünstige Angewohnheit Farben, Dynamikumfang, Helligkeiten und so weiter von Programm zu Programm unterschiedlich darzustellen, weshalb viele Bilder unter der Bearbeitung gelitten haben 😦 Hier aber trotzdem ein paar Eindrücke von der Location und dem Sonnenuntergang!


Beim Abendessen mussten wir feststellen, dass es ziemlich schwer ist, Wasser zum kochen zu bringen, wenn das Gas leer ist. Es war ein ziemlicher Kampf die Carbonara zuzubereiten, aber letztendlich haben wir es geschafft!
Trotz der klirrenden Kälte am nächsten Morgen, wollten wir die Gelegenheit – eine Dusche mitten im Nirgendwo – nutzen und unseren Körpern eine reinigende Dusche gönnen. Schei*e war das kalt!!! Vor allem der Wind hat einen Eisblock aus uns gemacht!
Da es jetzt ziemlich irrsinnig wäre jeden einzelnen Spot in derselben Ausführlichkeit zu beschreiben, möchte ich mich auf die wesentlichen Eindrücke beschränken und euch Infos zur aktuellen Situation geben.
(By the way: Die Suche nach neuem Gas hat so ziemlich einen ganzen Tag in Anspruch genommen 😅.)
In den nächsten zwei Wochen sind wir mal nach Süden, dann nach Osten, nach Norden und auch mal wieder nach Westen gefahren – ohne Ziel. Wir wollten Mr Mato und Neuseeland kennenlernen und nicht nur die ganz großen Tourispots der Reihe nach abklappern und standen deshalb schon an den verschiedensten Orten. Mal einsam, mal in einer Gruppe. Mal beeindruckend und mal weniger beeindruckend, aber jeder Platz hat seine eigene Geschichte. Auf den knapp 1500 Kilometern, die wir bis jetzt gefahren sind, haben wir schon die unterschiedlichsten Landschaften, Menschen und Tiere gesehen und Hunger auf mehr bekommen!
Meine Energiereserven (Strom) gehen leider schon wieder zur Neige. Deshalb beende ich den Blogpost an dieser Stelle, damit ihr mal wieder ein Lebenszeichen von mir habt 😉
Dann sind wir schon wieder gespannt auf mehr 🙂
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